Pflegeversicherung / Pflegegeld

 

 

Seit dem 1.1.1995 gibt es die soziale Pflegeversicherung. Damit wurde für die gesamte Bevölkerung eine Basisversorgung für den Pflegefall geschaffen.

Die Pflegeversicherung soll nicht nur vor finanziellen Belastungen der Pflegebedürftigkeit schützen, sondern nimmt sie auch Einfluss auf die Qualität der Pflege.

Um Leistungen aus Pflegeversicherung zu erhalten, müssen Sie (bzw. Ihr gesetzlichen Verteter oder Betreuer) bei ihrer Pflegekasse (= Krankenkasse) einen Antrag stellen.

Bei erfüllten Antragsvoraussetzungen (in den letzten 10 Jahren mind. 2 Jahre pflegeversichert) werden die Leistungen ab Datum der Antragstellung gezahlt. 

Die Prüfung der Pflegebedürftigkeit wird vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) durchgeführt.

Dabei werden körperliche, geistige und psychische Einschränkungen gleichermaßen erfasst und in die Einstufung einbezogen. Mit der Begutachtung wird der Grad der Selbstständigkeit in sechs verschiedenen Bereichen gemessen und – mit unterschiedlicher Gewichtung – zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt. Daraus ergibt sich die Einstufung in einen Pflegegrad. Die sechs Bereiche sind:

  1. Mobilität
  2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  4. Selbstversorgung
  5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

 

 

Leistungen aus Pflegeversicherung

 

Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst: Pflegesachleistung

 

                                                                                                        

Pflegegrad 1:                             monatlich      125 € 
Pflegegrad 2:                             monatlich      689 €
Pflegegrad 3:                             monatlich    1298 €
Pflegegrad 4:                             monatlich    1612 € 

Pflegegrad 5 /Härtefall:            monatlich     1995

 

 

  

 

Pflege durch Angehörige: Geldleistung (Pflegegeld)

    

Die Pflegebedürftigen werden von Angehörigen oder privaten Pflegepersonen betreut.
Dafür erhalten sie Pflegegeld.

                                            

Pflegegrad 1:                             monatlich        0 € 
Pflegegrad 2:                             monatlich    316 €
Pflegegrad 3:                             monatlich    545 €
Pflegegrad 4:                             monatlich    728 € 

Pflegegrad 5 /Härtefall:            monatlich     901

 

 

Kombi-Leistung

 
Das Pflegegeld und die Sachleistung durch einen ambulanten Pflegedienst können auch kombiniert werden und werden prozentual berechnet.

 

 

Verhinderungspflege

 

Sind Pflegepersonen verhindert sind, z.B. weil pflegende Angehörige Urlaub machen wollen, in Kur gehen oder krank werden- einfach gesagt - verhindert sind, haben Pflegebedürftige das Recht auf Vertretung - die so genannte Verhinderungspflege - z B. durch einen ambulanten Pflegedienst.

 

Seit dem 1. Januar 2015 können im Bereich § 39 SGB XI (Verhinderungspflege) nun bis zu 42 Tage    (6 Wochen) und maximal 1.612,- € pro Jahr abgerechnet werden.

 

 

Tages-und Nachtpflege ab 2017

 

Pflegegrad 1               monatlich      0 €

Pflegegrad 2               monatlich  689 €
Pflegegrad 3               monatlich 1298 €
Pflegegrad 4               monatlich 1612 €
Pflegegrad 5               monatlich 1995 €
  
Die Leistungen der Tagespflege können mit der ambulanten Pflege oder dem Pflegegeld kombiniert werden.
Ab dem 01.01.2015 können sowohl in der ambulanten als auch in der Tagespflege die vollen Sachleistungsbeträge abgerechnet werden.

 

 

Besondere Betreuungsleistungen § 45b SGB XI

 
Für alle Pflegebedürftigen gibt es einen einheitlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 € unabhängig vom Pflegegrad und der Alltagskompetenz.
Der Begriff "Niederschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote" wird durch "Angebote zur Unterstützung im Alltag" ersetzt.

Die können u. a. durch einen ambulanten Pflegedienst erbracht werden.

 

 

Kurzzeitpflege

 

Kurzzeitige Unterbringung bis zu 28 Tagen in einem Pflegeheim, z.B. nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn pflegende Angehörige im Urlaub sind.

 

Für die Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI) stehen seit dem 1. Januar 2015 bis zu 1.612,- € pro Jahr zur Verfügung.


   

Anpassung des Wohnumfelds


Alle Pflegestufen (je Maßnahme) bis zu 4000 €.

Solche Massnahmen können z.B. sein:      - Verbreiterung der Türen bei

                                                                    - RollstuhlfahrernInstallation von Haltgriffen zur 

   sicheren benutzung von Bad und WC

 

 

 

Mitglied Zentralverband Hamburger Pflegedienste

 

 

 

 

 

 

Mitglied Wundzentrum Hamburg

 

Strassburger Pflegedienst GmbH
Strassburger Strasse 44

22049 Hamburg

 

Tel.: 040 / 68 74 48

Fax.: 040 / 68 91 16 79

 

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HRB: 76009