Sehr geehrter Pflegekunde

Sehr geehrte Angehörige,

 

das folgende Informationsblatt soll Sie darüber aufklären, wie Sie selbst eine Mangel- oder Unterernährung feststellen können und frühzeitig prophylaktisch handeln können.

 

Ursachen von Mangelernährung im Alter können sein:

  • Altersveränderungen: ein verändertes Hunger- , Durst- und Sättigungsempfinden, verändertes Geschmacks-und Geruchsempfinden
  • Ernährungsverhalten
  • Auswirkungen von Krankheiten und Medikamenten:  erhöhter Energiebedarf
    • Appetitmangel
    • Verdauungsstörungen
    • Schilddrüsenüberfunktion
    • Übelkeit
    • verändertes Geschmacksempfinden
  •   Körperliche Einschränkungen durch:
    • Schluckstörungen
    • Kaubeschwerden
    • Infekte im Mund
    • schlechtsitzende Prothesen
    • Bewegungsstörungen
    • körperliche Behinderungen
    • Einschränkungen bei der Mahlzeitenzubereitung und beim Einkaufen
  • Geistige und psychische Beeinträchtigung:
    • Vergesslichkeit
    • Verwirrtheit
    • Demenz
    • Depressionen
    • Psychosen
    • Zwänge
    • geistige Behinderungen
  • Ökonomische und soziale Aspekte:
    • Einsamkeit
    • geringes Einkommen/ finanzielle Einschränkungen
    • ungewohnte Umgebung
    • Trauer
    • Alkoholismus

 

Woran erkennt man eine Mangelernährung?

 

wichtige Symptome:

  • Ungewollter Gewichtsverlust von über 5% innerhalb von 3 Monaten, oder 10% des ursprünglichen Körpergewichts innerhalb von 6 Monaten
  • Allgemeine Schwäche
  • Abgeschlagenheit
  • Infektanfälligkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Ständige Müdigkeit
  • Muskelschwäche/Verlust an Muskelmasse
  • Wundheilungsstörungen
  • Veränderung an Haut, Haaren, Nägeln, Mund und Augen

 

 

Maßnahmen

 

 - Äußere Ursachen der Mangelernährung reduzieren:

  • Esstraining, Schlucktherapie, Ergotherapie
  • Überprüfung der Zahnprothetik
  • intensive Mundpflege
  • Medikamente auf Einfluss auf den Appetit überprüfen
  • Hilfestellung beim Essen
  • Spezielles Besteck, Teller , Tassen, Becher
  • darauf achten, dass Getränke bereitstehen , ggf. Flaschen, die leicht zu öffnen sind

- Ernährungstherapie:

  • ausreichendes Nährstoffangebot, Obst, Gemüse, Eiweiße, Hülsenfrüchte
  • Vorsicht beim Einkaufen mit Diät Produkten und Fertiggerichten, da oft geringer Kalorien-, Fett- Vitamin und Eiweißanteil – auf den Nährstoffgehalt achten
  • Appetit anregen, ggf. mit Bitterstoffen, Gerüchen (z.B. Kaffee-Duft)
  • abwechslungsreiche Zusammenstellung der Nahrungsmittel – „das Auge isst mit“
  • auf Wunschkost eingehen und häufiger kleine Zwischenmahlzeiten anbieten
  • angepasste Konsistenz der Speisen (Andicken oder Pürieren der Speise b. Bed.)
  • häufiger kleine abwechslungsreiche Zwischenmahlzeiten
  • gemeinsame Mahlzeiten – „in Gesellschaft isst es sich besser“
  • geregelte Essenszeiten
  • ausreichendes Flüssigkeitsangebot, Wasser, Tee, Säfte - oft wird farbige Flüssigkeit (z.B. roter Saft mit Sprudel) bevorzugt, da sie ins Auge sticht
  • Nahrungsergänzungsmittel – Trinknahrung um Energie, Vitamine, Eiweiß- und Nährstoffe zu steigern

 

 

10 Fragen zum Ernährungszustand:  

 

1. Nehmen Sie täglich weniger als 2 Hauptmahlzeiten zu sich ?

ja     nein
2. Verzehren Sie seltener als 1x täglich Obst, Gemüse, Milchprodukte ? ja nein
3. Sind Sie appetitlos bzw. essen Sie häufig nur Teile der Mahlzeit ?    ja nein

4. Haben Sie in letzter Zeit ungewollt Gewicht verloren ?

   (> 5% innerhalb von 3 Monaten oder >10% innerhalb von 6 Monaten)

ja nein

5. Trinken Sie täglich weniger als 1,5 Liter Flüssigkeit ?

    (entspricht ca. 10 Gläser bzw. 8 Tassen)

ja     nein
6. Lässt Ihre Mobilität nach ? ja nein

7. Sind Sie in letzter Zeit vermehrt krank und hat dies Einfluss auf Ihr Essverhalten?    

ja nein

8. Leiden Sie an Beschwerden, die Ihnen die Nahrungsaufnahme erschweren?

    (z. B in folge von Kau- und Schluckstörungen oder Verdauungsproblemen wie

    Durchfall)                 

ja nein

9. Haben Sie chronische Schmerzen oder Erkrankungen, z.B auf Grund von Krebs,

    Wundheilungsstörungen, Dekubitus oder chronischen Darmerkrankungen,

    die zu Appetitlosigkeit führen ?

ja nein

10. Nehmen Sie mehr als 3 Medikamente pro Tag ein? 

ja nein
 

Wurde eine der Fragen 1- 4 oder mindestens zwei der Fragen 5 -10 mit Ja beantwortet, deutet dies auf einen schlechten Ernährungszustand hin. Eine ausreichende Versorgung mit Energie und Nährstoffen ist nicht gesichert.

 

 

Gerne sind wir Ihnen mit weiterer Beratung behilflich. Sprechen Sie unsere Mitarbeiter an.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Rufnummer 040 / 68 74 48 gern zur Verfügung.

 

Ihre Pflegedienstleitung des Strassburger Pflegedienst.

 

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